Craps in deutschen Online-Casinos 2026: Was die Lizenzkonstruktion mit der Spielauswahl macht
Aktualisiert am 23 September 2026 · Geprüft gegen die GGL-Whitelist und die Marktaufsicht der GGL.

Wer in Deutschland nach „Craps Online Casino“ sucht, bekommt zuerst eine Lektion in Glücksspielrecht. Craps ist ein Tischspiel mit Würfeln, und der Glücksspielstaatsvertrag 2021 trennt Tischspiele sauber von virtuellen Automatenspielen – also von Online-Slots. Die bundesweite GGL-Erlaubnis deckt virtuelle Automatenspiele, Sportwetten und Online-Poker ab. Für „Online-Casinospiele“ – der amtliche Begriff für Tisch- und Live-Spiele – ist nach dem Willen der Länder jedes Bundesland selbst zuständig, und entsprechend wenige Erlaubnisse existieren. Das prägt den Markt für Craps mehr als jede Spielmechanik.
Inhaltsverzeichnis
- Spielauswahl und Craps-Angebot: Wer führt überhaupt einen Craps-Tisch?
- Funktionsweise von Craps: Warum der Come-Out-Wurf die Wette entscheidet
- Rechtslage: Was die GGL mit „Online-Casino“ meint – und was nicht
- Verantwortungsvolles Spiel: Wie die deutschen Schutzmechanismen am Craps-Tisch wirken
- Die acht Anbieter im Vergleich
- Was ein Offshore-Bonus am Craps-Tisch wirklich kostet
- Wer wo spielt – und wer es lassen sollte
- Häufige Fragen zum Craps-Spiel in Deutschland
Spielauswahl und Craps-Angebot: Wer führt überhaupt einen Craps-Tisch?
Die Frage „Wer hat Craps?“ hat in Deutschland eine ehrliche Antwort: praktisch niemand namentlich, und erst recht niemand mit einer reinen GGL-Slots-Erlaubnis. Der Aufbau der GGL-Whitelist macht das sichtbar: Unter der Kategorie „Virtuelle Automatenspiele“ listet die Whitelist Stand 07.09.2026 genau 34 Einträge, unter „Online-Casinospiele“ gerade einmal fünf – und alle fünf liegen nicht bei der GGL, sondern bei einzelnen Ländern. Die fünf Einträge heißen Merkur Bets Malta, NOVOLINE.DE GmbH, Skill On Net, Tipico Karlsruhe und die Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung; vier davon fallen in die Zuständigkeit Schleswig-Holsteins, einer nach Bayern. Wer in Deutschland Craps im lizenzierten Rahmen sucht, landet also fast zwangsläufig in einem dieser fünf Slots, in einem staatlichen Spielbanken-Angebot wie der Sächsischen Spielbanken-GmbH mit der Plattform DIE SPIELBANK – oder eben bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis.
Das ist die eine Bedingung, unter der jeder andere Vergleich steht. Eine „beste Craps-Casino“-Liste, die nur Lizenzbedingungen vergleicht, vergleicht fast immer Anbieter unterschiedlicher Klassen: lizenzierte Automatenspiel-Anbieter ohne Craps auf der einen Seite, Offshore-Casinos mit Craps ohne deutsche Lizenz auf der anderen.
Was das „Craps-Tisch“-Bild in der Praxis bedeutet
Craps wird in Online-Casinos typischerweise als RNG-Tisch (digitales Würfeln ohne Live-Dealer) oder als Live-Dealer-Spiel im Studio angeboten – etwa über Evolution-Studios. Deutsche Lizenznehmer im Bereich Online-Casinospiele führen Craps nicht prominent, sondern meist im Rahmen des übergreifenden Live-Casino-Portfolios. Wer mit der Suchmaschine ein Craps-Tisch-Icon sucht, wird auf den Seiten dieser fünf Anbieter häufig Roulette- und Blackjack-Varianten finden, mit Craps nur am Rand.
Die zweite Gruppe – Offshore-Casinos wie Ice Casino oder Slottica – führt Craps über Curaçao-Lizenzen und listet das Spiel offen im Portfolio. Curaçao ist heute eine übliche Lizenzadresse, aber für deutsche Spieler keine deutsche Lizenz und damit nicht an OASIS oder LUGAS angeschlossen.
Wer in dieser Gegenüberstellung erwähnt wird
Für Craps-Spieler in Deutschland ist die Marktlage vielfältig: Es gibt drei rein GGL-lizenzierte Automatenspiel-Plattformen, ein Spielbanken-Angebot mit Craps-Verweisen, einen lizenzierten Online-Casinospiele-Anbieter, zwei weitere GGL-Slots-Plattformen und zwei Offshore-Casinos ohne deutsche Lizenz. Diese Anbieter prägen den deutschen Markt. Welche Voraussetzungen sie mitbringen, ist die nächste Frage.
Funktionsweise von Craps: Warum der Come-Out-Wurf die Wette entscheidet
Bevor irgendetwas verglichen wird, lohnt sich ein Blick auf die Mechanik – weil sie entscheidet, was eine Craps-Runde von anderen Tischspielen unterscheidet. Craps wird mit zwei Würfeln gespielt, die Reihenfolge der Würfe zählt, und die erste Wurfphase einer Runde heißt Come-Out-Wurf.

Der Come-Out-Wurf und die Pass-Line-Wette
Die Pass-Line-Wette ist die Standard-Wette beim Craps. Sie wird vor dem Come-Out-Wurf platziert, und der erste Wurf entscheidet sie unmittelbar oder eröffnet eine zweite Phase. Drei Ergebnisse sind beim Come-Out-Wurf möglich:
- Eine 7 oder eine 11 wird gewürfelt: Die Pass-Line-Wette gewinnt sofort 1:1. Das Ergebnis heißt „Natural“.
- Eine 2, 3 oder 12 wird gewürfelt: Die Pass-Line-Wette verliert sofort. Diese Zahlen werden „Craps“ genannt.
- Eine 4, 5, 6, 8, 9 oder 10 wird gewürfelt: Diese Zahl wird zum „Point“. Die Runde wechselt in eine zweite Phase, in der die beiden Würfel so lange wieder geworfen werden, bis entweder der Point erneut fällt – dann gewinnt die Pass-Line – oder eine 7 fällt („Seven Out“), dann verliert die Pass-Line-Wette.
Diese Mechanik trägt einen Hausvorteil von 1,41 % auf die Pass-Line-Wette. Eine Come-Wette funktioniert exakt nach demselben Muster, sobald sie gesetzt ist, und trägt ebenfalls 1,41 %. Wer mit der Bank wettet, spielt Don’t-Pass (1,36 % Hausvorteil) oder Don’t-Come (ebenfalls 1,36 %).
Odds-Wetten: Das eine Craps-Element ohne Hausvorteil
Sobald ein Point steht, dürfen Spieler hinter Pass oder Come eine zusätzliche Wette setzen, die sogenannte Odds-Wette. Sie wird ausgezahlt, ohne dass die Bank einen Vorteil eingepreist hätte – der Hausvorteil dieser Wette liegt bei 0 %. Die Auszahlung variiert mit der Point-Zahl: Bei 4 oder 10 zahlt sie 2:1, bei 5 oder 9 zahlt sie 3:2, bei 6 oder 8 zahlt sie 6:5. Üblich sind Höchstgrenzen für die Odds-Wette zwischen dem 2- und 10-Fachen des Grundeinsatzes.
Diese Wette ist das, was Craps unter den Tischspielen ökonomisch interessant macht: Sie ist die einzige Wette im Spiel, bei der die Bank keinen Vorteil hat. Wer sie setzt, senkt damit den effektiven Hausvorteil auf das gesamte Wettpacket, weil ein Teil des Geldes zu 0 % Hausvorteil läuft.
Die übrigen Wetten: Schnelle Auszahlung, hoher Hausvorteil
Craps kennt eine Reihe weiterer Wetten, die alle höhere Hausvorteile tragen:
- Place-Wetten auf 6 oder 8 zahlen 7:6 bei 1,52 % Hausvorteil.
- Place-Wetten auf 4 oder 10 zahlen 9:5 bei 6,67 %.
- Place-Wetten auf 5 oder 9 zahlen 7:5 bei 4,00 %.
- „Any Seven“ zahlt 4:1 bei 16,67 %.
- „Any Craps“ trägt 11,11 %.
- „Yo“ (Wurf von 11) trägt 11,11 %.
- „Snake Eyes“ (Wurf von 1-1) zahlt teils 30:1 bei 13,89 %.
- Hardways zahlen 7:1 oder 9:1 bei 9,09–11,11 %.
- Big 6 und Big 8 zahlen 1:1.
Wer Craps spielt, lässt diese Wetten idealerweise liegen. Der Hausvorteil auf „Any Seven“ ist fünfmal so hoch wie der auf Place 6/8, und Craps-Anfänger verlieren dort ihr Geld schneller, als der Craps-Tisch auf den ersten Blick vermuten lässt. Wer den Tisch versteht, bleibt bei Pass, Don’t-Pass oder Come, ergänzt mit Odds, und überspringt den Rest.
Rechtslage: Was die GGL mit „Online-Casino“ meint – und was nicht
Warum Craps in der Lizenzwelt eine eigene Kategorie ist
Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 unterscheidet vier Spieltypen mit eigenen Erlaubnispfaden: virtuelle Automatenspiele, Sportwetten, Online-Poker und Online-Casinospiele. „Online-Casinospiele“ ist der amtliche Begriff für Tisch- und Live-Spiele, also Roulette, Blackjack, Baccarat, Poker als Live-Spiel und Craps. Während Automatenspiele, Sportwetten und Poker bundesweit von der GGL konzessioniert werden, sind Online-Casinospiele nach dem Willen der Länder Ländersache – jede Erlaubnis wird von einem einzelnen Bundesland erteilt, nicht von der GGL selbst. Das erklärt, warum die GGL-Whitelist unter „Online-Casinospiele“ nur fünf Einträge führt und keine davon direkt der GGL zugeordnet ist.

Wer in Deutschland ein „Online-Casino“ betreiben will, das Roulette, Blackjack oder Craps anbietet, braucht also eine Erlaubnis eines Landes. Wer nur Slots anbietet, braucht die bundesweite GGL-Erlaubnis. Wer mit einer reinen Slots-Erlaubnis Roulette oder Craps ins Portfolio nimmt, verstößt gegen § 22a Abs. 11 GlüStV 2021 – und darf sich auch nicht „Online Casino“ nennen.
Was Offshore-Casinos in Deutschland nicht dürfen
Die Whitelist der GGL enthält 166 Einträge – 34 unter virtuelle Automatenspiele, 27 unter Sportwetten, 5 unter Online-Poker und 5 unter Online-Casinospiele. Sie ist abschließend: Wer nicht auf der Whitelist steht, hat in Deutschland keine Erlaubnis. Es gibt keine schwarze Liste, die GGL sagt also nicht „Marke X ist illegal“, sondern sie führt nur die Erlaubten auf. Wer nicht in der Liste steht, ist nicht zugelassen.
Das hat strafrechtliche Folgen: § 284 StGB stellt das Veranstalten eines nicht erlaubten Glücksspiels unter Strafe – bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe. § 285 StGB bedroht auch die Teilnahme – bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. In der Praxis verfolgt die GGL die Betreiber und nicht die einzelnen Spieler; das ist aber kein Freibrief, sondern schlicht die Schwerpunktsetzung der Behörde.
Limits, die den Craps-Tisch weniger betreffen – aber den Casino-Besuch prägen
Die GGL-Limits sind primär an virtuellen Automatenspielen ausgerichtet. Das gilt auch für die seit dem 01.07.2026 geltende Spin-Staffel: 1 € pro Spin standardmäßig, 3 € ab 21 Jahren, 5 € ab 21 Jahren nach 90-tägiger Qualifizierungsphase. Diese Staffel betrifft Craps nur am Rand, weil Craps üblicherweise höhere Mindesteinsätze hat – aber sie zeigt das Muster: Der GlüStV 2021 reguliert Risiken pro Spielentscheidung und nicht pro Wettprodukt.
Andere Limits betreffen das Casino-Erlebnis direkt: das anbieterübergreifende Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat, das nur mit Bonitätsnachweis überschritten werden darf, und die Sperrdatei OASIS, die jeden Spieler bei jedem lizenzierten Anbieter abfragt. Wer sich in OASIS eintragen lässt, kann in keinem GGL-lizenzten Casino mehr spielen.
| Aspekt | GGL-Slots-Erlaubnis | Online-Casinospiele-Erlaubnis (Land) | Offshore (z. B. Curaçao) |
|---|---|---|---|
| Erlaubnis erteilt durch | GGL, bundesweit | Einzelnes Bundesland | Curaçao oder andere ausländische Behörde |
| Craps erlaubt? | Nein | Ja, innerhalb der landesrechtlichen Erlaubnis | Ja, nach Maßgabe der ausländischen Lizenz |
| OASIS-Anbindung | Pflicht | Pflicht | Keine |
| LUGAS (Limitdatei/Aktivitätsdatei) | Pflicht | Pflicht | Keine |
| Anbieterübergreifendes 1.000-€-Limit | Ja | Ja | Nein (eigene Limits des Anbieters) |
| Gültig für deutsche Spieler | Ja | Ja | Strafbar nach §§ 284, 285 StGB |
Die Spalte „Offshore“ beschreibt das, was die GGL nicht abdeckt: Es existiert kein deutsches Pendant. „Anbieterübergreifendes Limit: Nein“ heißt nicht „kein Limit“, sondern „keine deutsche Aufsicht über das Limit“.
Einsatzsteuer, Zahlungen und Spielerkonto
Die 5,3 %-Steuer auf jeden Einsatz virtueller Automatenspiele (§ 38 RennwLottG) betrifft Craps-Tische ebenfalls nicht direkt; sie ist eine Slot-Steuer. Was Craps-Spieler aber mittragen, ist die Zahlungsregel: § 6b Abs. 4 GlüStV erlaubt nur Zahlungen von Konten, die auf den Namen des Spielers lauten und über einen EU-regulierten Zahlungsdienstleister laufen. Anonyme Zahlungen, insbesondere Kryptowährungen, sind im lizenzierten Markt ausgeschlossen. Offshore-Casinos nehmen häufig Kryptowährungen an – was für Spieler mit deutschem Wohnsitz die rechtliche Lage nicht entschärft, aber das Zahlungsprofil verändert.
Die volle KYC-Prüfung vor dem ersten Einsatz ist Pflicht jedes lizenzierten Anbieters. Ausweis, Adressnachweis und gegebenenfalls Einkommensnachweis gehören zum Standardprozedere. Anbieter ohne diese Prüfung sparen Zeit, ersparen dem Spieler aber kein anderes Risiko.
Der nicht regulierte Anteil am Markt
Die GGL beziffert in ihrem Tätigkeitsbericht 2025 (veröffentlicht am 03.07.2026) den nicht regulierten Anteil am Online-Glücksspiel für das Jahr 2024 mit 23 %, entsprechend einer Kanalisierungsquote von 77 %. Für 2025 selbst nennt die GGL keine eigenständigen Kennzahlen. Die 23 % sind ein ehrliches Signal: Auch im Jahr 2024 spielten fast ein Viertel aller Online-Glücksspielumsätze außerhalb des lizenzierten Marktes – überwiegend bei Offshore-Anbietern, die Craps führten, als die deutschen Slots-Anbieter es noch nicht taten.
Verantwortungsvolles Spiel: Wie die deutschen Schutzmechanismen am Craps-Tisch wirken
Anbieterübergreifendes Einzahlungslimit
Das Standardlimit von 1.000 € pro Monat ist die auffälligste Verbraucherschutzregel im GlüStV 2021. Es gilt anbieterübergreifend und wird über die Limitdatei der LUGAS-Architektur technisch erzwungen: Ein Spieler kann nicht bei Anbieter A 800 € einzahlen und am gleichen Tag bei Anbieter B noch 800 €, ohne dass eine der beiden Transaktionen abgelehnt wird. Gegen Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit lässt sich das Limit erhöhen – ein Nachweis, der Kontoauszüge, Einkommensnachweise oder eine Bonitätsprüfung erfordert.
Am Craps-Tisch ist das Limit weniger spürbar als an Slots, weil Tischspiele höhere Mindesteinsätze, aber oft kein dediziertes Spin- oder Wurf-Limit haben. Wer 1.000 € im Monat konsequent an einem Live-Craps-Tisch umsetzt, ist mit dem GlüStV-Limit am Ende des Monats automatisch durch, ohne dass das Spiel selbst es erzwingt.
OASIS – die zentrale Sperrdatei
OASIS (Online-Abfrage Spielerstatus) ist die zentrale Sperrdatei für Selbstsperren, die jeder lizenzierte Anbieter bei jeder Anmeldung und jedem Login abfragen muss. Eine Selbstsperre über OASIS gilt übergreifend für alle angeschlossenen Anbieter – inländische Spielbanken ebenso wie Online-Casinospiele-Anbieter und Spielhallen. Die Dauer ist wählbar (mindestens drei Monate, sonst bis zur Aufhebung); die Aufhebung kann frühestens nach Ablauf der Mindestdauer und nur mit aktiver Aufforderung erfolgen.
Offshore-Casinos sind an OASIS nicht angeschlossen. Wer sich bei einem lizenzierten Anbieter sperren lässt, kann auf einer Offshore-Plattform weiter spielen – was den Schutz nicht aufhebt, aber einen zweiten Kontrollschritt erforderlich macht.
LUGAS: Aktivitätsdatei und Parallel-Spiel-Schutz
LUGAS (Limit- und Aktivitätsdatei-System) ist das System hinter der Limitdatei und der Aktivitätsdatei. Die Aktivitätsdatei verhindert paralleles Spiel: Wer auf einem lizenzierten Anbieter angemeldet ist, kann nicht gleichzeitig auf einem zweiten lizenzierten Anbieter spielen. Das ist eine der Schutzmaßnahmen, die das GlüStV 2021 gegen Mehrfachkonten eingeführt hat. Am Craps-Tisch funktioniert LUGAS ohne sichtbare Wirkung für den Spieler – es zeigt sich höchstens in einer Fehlermeldung bei versuchter Doppelnutzung.
Maximaler Einsatz pro Spielentscheidung – Spin-Staffel
Die seit dem 01.07.2026 geltende Spin-Staffel (1 €, 3 € ab 21, 5 € ab 21 mit 90-tägiger Qualifizierung) gilt für virtuelle Automatenspiele, nicht zwingend für Tischspiele. Craps-Tische arbeiten in der Praxis mit Mindesteinsätzen ab etwa 1 €, häufig 2 € bis 5 €. Die Staffel ist also am Tisch weniger restriktiv, als sie auf Slots wirkt. Trotzdem gilt: Anbieter mit ausschließlicher GGL-Slots-Erlaubnis dürfen Craps formal gar nicht anbieten – auch wenn der Spin-Cap technisch Craps nicht trifft, ist die Erlaubnisfrage vorher entschieden.
Wo Spieler Hilfe holen
Wer merkt, dass das Spiel aus dem Ruder läuft, hat in Deutschland mehrere Wege:
- OASIS-Selbstsperre über jeden lizenzierten Anbieter oder direkt bei der GGL,
- die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit der Telefonberatung zur Glücksspielsucht unter 0800 1 372 700 (kostenfrei),
- die Landesstellen für Suchtfragen mit regionaler Beratung,
- anonyme Online-Selbsttests, etwa über die BZgA-Plattform „Check dein Spiel“.
Die genannten Wege stehen allen offen; sie sind für Spielende an Craps-Tischen ebenso erreichbar wie für Slots-Spielende. Offshore-Betreiber bieten diese Anlaufstellen nicht an, und sie sind auch nicht zur Kooperation verpflichtet.
Die acht Anbieter im Vergleich
Die Tabelle vergleicht die Anbieter so, wie es die Recherche hergibt: Lizenzstatus, Craps-Verfügbarkeit, Angebotsstruktur. Wo die Quellenlage dünn ist, steht ein „–“ statt einer erfundenen Zahl.
| Anbieter | Lizenzstatus | Craps im Angebot | Angebotsstruktur |
|---|---|---|---|
| JackpotPiraten | GGL-Whitelist, virtuelle Automatenspiele (DGGS mbH, bundesweit) | – | Slots-only, keine Tisch-/Live-Casino-Erlaubnis |
| BingBong | GGL-Whitelist, virtuelle Automatenspiele (DGGS mbH, bundesweit) | – | Slots-only, ca. 1.200 Spiele von 15+ Herstellern |
| DIE SPIELBANK | Whitelist, staatlicher Anbieter Sachsen (Sächsische Spielbanken GmbH & Co. KG) | listings-only Craps (gelistet bei Drittanbietern) | Spielbank-Plattform, Craps-Verweise über Drittquellen |
| Merkur | Land-Erlaubnis Online-Casinospiele (Merkur Bets Malta, Schleswig-Holstein) | – | Online-Casinospiele mit Tisch- und Live-Spielen |
| Tipico Games | GGL-Whitelist, virtuelle Automatenspiele (Tipico Games Limited) | – | Slots-only |
| Wunderino | GGL-Whitelist, virtuelle Automatenspiele (Megapixel Entertainment Limited) | – | Slots-only |
| Ice Casino | Keine GGL-Erlaubnis; WhiteBox B.V., Curaçao | listings-only Craps (Evolution-Studios) | Offshore-Casino; Boni mit 40× Rollover, Freispielgewinne 35× |
| Slottica | Keine GGL-Erlaubnis; Atlantic Management B.V., Curaçao (OGL/2024/1060/0472) | – | Offshore-Casino, Curaçao-Lizenz |
Die Spalten sind genau die vier Materien, die die Recherche abdeckt: Lizenzstatus, Craps-Verfügbarkeit als „listings-only“ oder „no-data“, und die Angebotsstruktur. Was die Tabelle nicht zeigt – und was die Recherche auch nicht abdeckt – ist eine konkrete Auszahlungsquote, ein Willkommensbonus-Wert oder ein Treueprogramm für Craps. Wer eine Information zu einem Feld sucht, das die Tabelle leer lässt, hat es mit einer Quellenlücke zu tun, nicht mit einer ausgesparten Bewertung.
JackpotPiraten
JackpotPiraten wird zusammen mit BingBong von der DGGS Deutsche Gesellschaft für Glücksspiel mbH betrieben – die einzige Gesellschaft, die in Deutschland beide Plattformen parallel führt. Die Erlaubnis deckt ausschließlich virtuelle Automatenspiele ab und ist in der GGL-Whitelist unter bundesweitem Vertriebsgebiet eingetragen.
Was das für Craps bedeutet: gar nichts. JackpotPiraten hat keine Erlaubnis für Tisch- und Live-Spiele und darf kein Roulette, kein Blackjack und kein Craps anbieten. Wer auf JackpotPiraten nach Craps sucht, sucht vergebens – das ist nicht die Schuld der Plattform, sondern die Konsequenz der deutschen Lizenzarchitektur. Sie ist im Offshore-Markt der größte Craps-Anbieter und im GGL-Markt nicht einmal am Tisch vertreten.
Ein Spieler, der Craps spielen will, ist hier falsch; wer Slots will und DGGS als Plattformgruppe gewohnt ist, findet das ausdifferenzierteste deutsche Slots-Angebot.
BingBong
BingBong ist die zweite Marke der DGGS – und sie ist rechtlich keine Erweiterung, sondern eine Schwester. Beide Plattformen teilen sich denselben Betreiber und dieselbe GGL-Erlaubnis, aber BingBong führt eigenen Angaben zufolge rund 1.200 Spiele von mehr als 15 Herstellern in einer RTP-Übersicht, mit einem erkennbar anderen Spielebestand als JackpotPiraten.
Craps fehlt auch hier. Die RTP-Übersicht bezieht sich erkennbar auf Slots und nicht auf Tischspiele – was die Plattform vom Lizenzrahmen her auch nicht anders abbilden kann.
Der Grund, warum BingBong auf einer Craps-Seite steht, ist derselbe wie bei JackpotPiraten: Spieler stoßen über die Suchmaschine auf die Plattform, weil Craps-Suchende in Deutschland auch nach „Casino“ suchen und deutsche Casinos im Ranking erscheinen. Wer Craps spielen will, findet auf BingBong keine Tische.
DIE SPIELBANK
DIE SPIELBANK ist die Plattform der Sächsischen Spielbanken-GmbH & Co. KG, deren Erlaubnis laut Eigenangabe seit dem 03.11.2022 besteht und vom Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt erteilt wurde. Die Plattform ist staatlich, nicht privat, und gehört damit zu den wenigen Anbietern, die schon vor dem GGL-System auf einer rechtlichen Grundlage standen.
Craps taucht bei DIE SPIELBANK nicht in der Whitelist auf – die GGL-Position ist nicht eindeutig dokumentiert – aber craps-bezogene Listungen Dritter (etwa durch Artofcraps, Besteonlinecasinos oder Casinospiele) verweisen auf das Spiel. Das ist „listings-only“: Was Drittquellen behaupten, ist nicht das, was DIE SPIELBANK selbst belegt; es ist ein Hinweis, kein Nachweis.
Wer Craps bei einem deutschen Anbieter spielen will, landet strukturell bei DIE SPIELBANK. Es ist die Plattform, an der sich die Frage „Craps in Deutschland“ am ehesten beantworten lässt – vorausgesetzt, die Listungen treffen zu.
Merkur
Merkur ist der seltene Fall eines Anbieters mit einer Land-Erlaubnis für Online-Casinospiele über die Zuständigkeit Schleswig-Holsteins. Damit darf Merkur Spielbank-Spiele anbieten – Roulette, Blackjack, Live-Tische und potenziell Craps.
Die Recherche trägt für die Craps-Verfügbarkeit selbst keinen Beleg nach; sie ist also „no-data“. Der Lizenzrahmen erlaubt Craps aber, und das ist der entscheidende Unterschied zu JackpotPiraten, BingBong, Tipico Games und Wunderino, die alle ausdrücklich nur GGL-Slots führen. Merkur kann Craps anbieten, wenn der Anbieter es will – die Lizenz wäre nicht der Hinderungsgrund.
Tipico Games (games.tipico.de)
Tipico Games ist über Tipico Games Limited in der GGL-Whitelist unter virtuelle Automatenspiele gelistet. Das ist die Slots-Linie der Tipico-Gruppe, nicht das gesamte Tipico-Sportwetten-Angebot, das parallel unter Sportwetten lizenziert ist. Craps hat hier keinen Platz, weil die Erlaubnis Slots ist und kein Tischspiel erlaubt.
Die Marke „Tipico“ hat parallel eine baden-württembergische Erlaubnis im Bereich Online-Casinospiele über Tipico Karlsruhe – sie wird in der GGL-Whitelist ausdrücklich unter Online-Casinospiele in Landeszuständigkeit geführt. Wer Craps bei Tipico sucht, hat also zwei mögliche Plattformen vor sich, eine mit und eine ohne Tischspiel-Erlaubnis.
Wunderino
Wunderino gehört zu Megapixel Entertainment Limited und steht in der GGL-Whitelist unter virtuelle Automatenspiele – eine reine Slots-Erlaubnis, kein Craps. Was Wunderino von JackpotPiraten und BingBong unterscheidet, ist nicht die Lizenz (alle drei sind GGL-Slots), sondern die Markenhistorie: Wunderino war früher auch in anderen europäischen Märkten aktiv und hat einen internationaleren Markenkern.
Craps spielen heißt hier: Es fehlt. Die Lizenzkonstruktion würde es nicht erlauben, selbst wenn der Anbieter es wollte.
Ice Casino
Ice Casino ist ein Offshore-Casino, betrieben von WhiteBox B.V. mit Registrierung in Curaçao (Company Number 155412). Die Recherche trägt für Craps den Hinweis, dass Ice Casino das Spiel über Evolution-Studios als Live-Tisch führt – das ist die Standardform, in der Offshore-Casinos Craps anbieten.
Die Lizenzlage ist eindeutig: Ice Casino ist nicht in der GGL-Whitelist geführt. Damit ist es in Deutschland ein nicht erlaubtes Angebot, ohne OASIS-, ohne LUGAS-Anbindung, ohne 1.000-€-Limit und ohne volle KYC nach deutschem Standard. Der Einzahlungsbonus sieht einen Rollover von 40× vor, Gewinne aus Freispielen unterliegen 35× Umsatzvorgaben.
Für Spieler, denen Craps-Verfügbarkeit wichtiger ist als Lizenz, ist Ice Casino funktional die naheliegende Adresse. Rechtlich ist es das, was die GGL-Whitelist nicht enthält.
Slottica
Slottica ist ein zweites Offshore-Casino, betrieben von Atlantic Management B.V. in Curaçao unter der Lizenz OGL/2024/1060/0472. Die Recherche trägt für Craps keinen Beleg, weder positiv noch negativ – das ist „no-data“. Die Lizenz ist neu (2024), was Curaçaos Reform der Lizenzierungsstruktur ab 2024 widerspiegelt.
Slottica steht nicht in der GGL-Whitelist, genauso wie Ice Casino. Die deutsche Spielbankeninfrastruktur (OASIS, LUGAS, 1.000 €) gilt nicht. Funktionell kann Slottica Craps anbieten, tut es nach Recherche-Stand aber nicht erkennbar im eigenen Portfolio – oder die Listings tragen es nicht bis zu den genannten Quellen.
Was ein Offshore-Bonus am Craps-Tisch wirklich kostet
Die Recherche nennt Rollover-Bedingungen für Ice Casino: 40× auf den Einzahlungsbonus, 35× auf Freispielgewinne. Craps ist ein Spiel mit einem Hausvorteil von 1,41 % auf der Pass-Line – niedriger als fast jedes Slot-Spiel. Das macht Craps zum einen spieltechnisch attraktiv, zum anderen für die Bonusbedingungen vieler Offshore-Casinos problematisch: Viele Boni sind auf Slots zugeschnitten und schließen Tischspiele aus oder zählen sie nur zu einem Bruchteil.
Die Rechnung: Was ein 100-€-Bonus über 40× kostet
Wer bei Ice Casino einen Einzahlungsbonus von 100 € beansprucht (nur als Rechengröße, nicht als Empfehlung), muss 100 € × 40 = 4.000 € Umsatz erzeugen, bevor eine Auszahlung möglich ist. Craps zählt, sofern nicht explizit ausgeschlossen, in der Regel zu den Tischspielen, deren Umsatz nur zu 10–20 % gewertet wird. Bei 10 %-Anrechnung wären real 40.000 € Craps-Umsatz nötig, um die 4.000 € zu erreichen.
In Craps-Spielen liegt der Hausvorteil auf der Pass-Line bei 1,41 %. Bei Odds-Wetten liegt er bei 0 %. Wer konsequent auf Pass/Come + Odds spielt, kommt rechnerisch auf einen durchschnittlichen Verlust, der die Bonusbedingungen wirtschaftlich uninteressant macht: 40.000 € Umsatz × 1,41 % = 564 € erwarteter Verlust, gegenüber 100 € Bonuswert.
Die Bandbreite, die nicht ignoriert werden darf
Die Rechnung steht und fällt mit drei Annahmen: dem Bonussaldo (100 €), dem Rollover (40×) und dem Anrechnungsfaktor von Craps im Umsatz (10 % als vorsichtige Schätzung). Jeder andere Offshore-Anbieter kann andere Werte setzen; Rollover-Faktoren von 30× bis 50× sind üblich, Anrechnungsfaktoren für Craps liegen zwischen 0 % (ausgeschlossen) und 20 %. Das Ergebnis ist daher keine Punktzahl, sondern ein Band:
- Worst Case (Craps zählt 0 %): Bonus nicht freispielbar mit Craps, kein Pfad zum Realgeld.
- Mittlere Schätzung (10 % Anrechnung): rund 40.000 € Craps-Umsatz für 4.000 € Rollover-Wert, mit etwa 564 € erwartetem Verlust.
- Optimistisch (20 % Anrechnung): rund 20.000 € Craps-Umsatz, etwa 282 € erwarteter Verlust.
In allen drei Fällen ist der erwartete Verlust höher als der Bonuswert. Das ist die ökonomische Pointe hinter „40× Rollover“ – der Markt nennt sie „Bonus“, der Spieler bezahlt den Umsatz mit einem statistischen Verlust, der den Bonusertrag statistisch übersteigt. Craps mit niedrigem Hausvorteil schiebt diesen Punkt etwas nach oben; ganz auflöst er sich nicht.
Was das für die Bewertung bedeutet
Die Rechnung zieht den Bonus-Vermarktungs-Schleier weg, den Anbieter wie Ice Casino über ihre Rollover-Bedingungen legen. Sie zeigt auch, warum offshore-Boni an Craps-Tischen in der Praxis selten ausgezahlt werden: Die meisten Spieler erreichen die Bedingungen nicht, weil Tischspielumsatz niedrig angerechnet wird. Wer Boni spielt, spielt sie an Slots; wer Craps spielt, spielt ohne Bonus.
Die Bandbreite ist die ehrliche Aussage, die diese Rechnung hergibt: Es gibt keinen Offshore-Craps-Bonus, der sich für den Spieler rechnet, ohne dass Tischspielumsatz voll angerechnet wird. Das ist die Ausnahme, nicht die Regel.
Wer wo spielt – und wer es lassen sollte
Lizenzierte Anbieter
JackpotPiraten, BingBong, Tipico Games und Wunderino: GGL-Whitelist, aber reine Slots-Erlaubnis. Craps ist hier nicht verfügbar und wäre auch nicht erlaubt. Spieler, die deutsche Lizenz und Craps wollen, suchen hier vergebens.
DIE SPIELBANK: staatliche Spielbank-Plattform Sachsens. Die Craps-Verfügbarkeit ist über Drittquellen gelistet („listings-only“), ein Eigenbeleg liegt nicht vor. Wer Craps in einem rechtlich deutschen Rahmen spielen will, hat hier den nächsten Anlaufpunkt – vorausgesetzt, die Drittquellen treffen zu.
Merkur: Schleswig-Holstein-Land-Erlaubnis für Online-Casinospiele. Craps ist im Lizenzrahmen zulässig. Die Verfügbarkeit im konkreten Spielportfolio ist „no-data“ – die Lizenz ist da, der konkrete Tisch ist nicht belegt.
Offshore-Anbieter
Ice Casino: Curaçao-Lizenz, Evolution-Live-Craps verfügbar, kein deutscher Lizenzanschluss. Boni technisch verfügbar, wirtschaftlich für Craps-Spieler kaum nutzbar.
Slottica: Curaçao-Lizenz, Craps-Verfügbarkeit nicht belegt. Strukturell ein Offshore-Casino wie Ice Casino, funktuell ohne klaren Craps-Bezug im Portfolio.
Empfehlung für unterschiedliche Spielertypen
Die Frage „Wer spielt wo Craps?“ hat drei Antworten, je nach Gewichtung von Craps-Verfügbarkeit und Lizenzstatus:
- Craps-Verfügbarkeit hat Vorrang, Lizenz ist zweitrangig: Offshore, vor allem Ice Casino.
- Lizenz hat Vorrang, Craps-Verfügbarkeit ist zweitrangig: DIE SPIELBANK, mit der Einschränkung, dass die Craps-Verfügbarkeit nur über Drittquellen belegt ist.
- Lizenz und Craps-Verfügbarkeit müssen zusammenkommen: keine der acht Plattformen erfüllt beides mit Sicherheit.
Wer ausschließlich Craps will, akzeptiert Offshore. Wer ausschließlich deutsch lizenziert spielen will, hat Craps möglicherweise über DIE SPIELBANK oder Merkur, aber nicht garantiert in dessen Portfolio. Wer beides will, hat derzeit keinen Anbieter.
Häufige Fragen zum Craps-Spiel in Deutschland
Ist Craps in deutschen Online-Casinos legal spielbar?
Craps fällt unter den Begriff „Online-Casinospiele“ im GlüStV 2021 und ist damit nicht über die bundesweite GGL-Erlaubnis abgedeckt. Wer Craps legal spielen will, braucht eine Land-Erlaubnis für Online-Casinospiele; unter den fünf Erlaubnisinhabern in der GGL-Whitelist ist Craps möglich, im Einzelfall aber nur über die jeweilige Plattform belegt. Offshore-Anbieter mit Curaçao-Lizenz sind für deutsche Spieler kein lizenzierter Rahmen und fallen unter §§ 284, 285 StGB.
Wann gewinnt die Pass-Line-Wette beim Come-Out-Wurf sofort?
Eine Pass-Line-Wette gewinnt beim Come-Out-Wurf sofort, wenn die zwei Würfel zusammen 7 oder 11 zeigen („Natural“). Die Auszahlung ist 1:1, und der Hausvorteil auf diese Standardwette liegt bei 1,41 %. Wird eine andere Zahl gewürfelt, geht die Runde in die Point-Phase.
Bei welchen Würfelzahlen verliert die Pass-Line-Wette sofort?
Die Pass-Line-Wette verliert beim Come-Out-Wurf sofort, wenn die Würfel 2, 3 oder 12 zeigen. Diese Würfe werden als „Craps“ bezeichnet. Eine 7 in dieser Phase ist also ein Gewinn, eine 2, 3 oder 12 ein Verlust – diese Asymmetrie macht Craps zu einem der wenigen Würfelbrettspiele mit klarer Hierarchie der Wurfergebnisse.
Was bedeutet der Begriff Come-Out-Wurf beim Craps?
Der Come-Out-Wurf ist der Eröffnungswurf einer neuen Runde, gesetzt vom Shooter (dem Werfer). Er entscheidet sofort über Pass- und Don’t-Pass-Wetten, wenn 2, 3, 7, 11 oder 12 fallen; fällt eine 4, 5, 6, 8, 9 oder 10, wird die Zahl zum Point und die Runde wechselt in die zweite Phase. Der Begriff kommt aus dem amerikanischen Craps-Vokabular und ist die einzige Craps-Phase, in der Sieben gut und Craps schlecht sind.
Gibt es Craps als Live-Tisch in deutschen Online-Casinos?
Die deutschen Lizenznehmer im Bereich Online-Casinospiele sind in der Regel über Live-Dealer-Studios wie Evolution versorgt; ob ein Anbieter Craps live im Portfolio hat, hängt vom jeweiligen Studio-Vertrag ab. Im GGL-Bereich führt kein reiner Slots-Anbieter Craps, weil die Erlaubnis es nicht abdeckt. Offshore-Casinos wie Ice Casino führen Live-Craps erkennbar über Evolution – sie sind in Deutschland aber kein lizenzierter Rahmen.
Welche Grundwetten gibt es beim Craps neben der Pass-Line?
Neben Pass und Don’t-Pass gibt es die Come- und Don’t-Come-Wetten (gleiche Mechanik nach dem Setzen), die Odds-Wette hinter Pass/Come (ohne Hausvorteil, Auszahlung je nach Point), Place-Wetten auf Punktzahlen mit unterschiedlichen Auszahlungen, Any Seven und Any Craps als Single-Roll-Wetten, Hardways, Yo (11) und Snake Eyes (2). Pass, Don’t-Pass, Come und Don’t-Come tragen 1,36 bis 1,41 % Hausvorteil; alle anderen Wetten liegen deutlich darüber und sind für Craps-Anfänger tabu.
Erstellt von der Redaktion von „Casino Apps Info”.
